|
Fastenzeit und Beichte
Homily St. Joseph Parish, Detroit
Lesen Sie diese Homilie auf English... hier
Da wir jetzt in Fastenzeit sind, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um alle zur Beichte zu ermahnen. Jesus Christus hat die Sünde in der Wüste erobert, und somit kann er jetzt die Sünde in Ihrem Leben durch die Beichte erobern. Der Heilige John Fisher lehrte, dass die Macht Christi die von Sünde getötete Seele durch die Beichte zu neuem geistlichen Leben erweckt. „Es könnte so sein,“ schrieb er (im Jahre Fünfzehn Hundert Acht), „dass ein elender Sünder zu einem Priester kommt, seine Sünden bekennt, und das schlechte Blut der Sünde aus seiner Brust vergießt, als ob aus dem geschnittenen Hals eines Untiers, oder aus einer Wunde, von einer Lanze gestochen. Danach wird die Vergebung von seinem geistlichem Vater ausgesprochen, und durch die Kraft des Blutes Christi, wird er von der Sünde erlöst und so wirklich gerechtfertigt. Er kam zu seinem geistlichen Vater als Sünder, aber durch die Wirksamkeit dieses Sakramentes der Beichte, kommt er von ihm geheilt zurück, nicht durch seine eigene Rechtschaffenheit, sondern durch die Gerechtigkeit Jesus Christi, der uns durch sein kostbares Blut gerettet hat.“ Lassen wir uns daher selbst das Blut Christi weise anwenden. Aber da sind noch einige, die dagegen ausharren, und nicht zur Beichte gehen. Vielleicht ist es nur aus schlechter Gewohnheit, dass sie so lange nicht zur Beichte gegangen sind, und sie schämen sich, weil es so lange her ist, als sie letztemal mit einem Priester gesprochen haben; das ist ein Problem das sehr einfach zu lösen ist. Gehen Sie zum Priester, und gestehen sie ihm gegenüber alle Sünden ein, und er wird Sie mit der Dreifaltigkeit versöhnen. Nichts könnte einfacher sein. Andere haben etwas beschämendes getan, und vermeiden den Beichtstuhl, vor dem sie keinen Grund haben sich zu fürchten. Sie sagen, „Pater, ich kann garnicht glauben, was ich getan habe!“ Und ich antworte ohne Böswilligkeit, „Ich glaube es schon. Du bist schwach, und ein Sohn Adams und Evas. Es ist erstaunlich, dass du so viel Gutes tust! Wie gross die Barmherzigkeit Gottes ist, dass es noch etwas Gutes in Dir gibt!“ Kommen Sie, alle, um Vergebung zu finden, dem Bösen abzuschwören und Busse zu tun. Entsagen Sie ihrer Rettung nicht, nur weil Sie sich Ihrer Sünden schämen. Andere denken, dass sie niemals sündigen. Vielleicht meinen sie, dass sie nur eine Sünde begehen, wenn es aus Hass gegen Gott getan wird. Wir haben doch die Zehn Gebote als unser Mass. Wenn wir direkt gegen die Gebote sündigen, begehen wir eineTodsünde, und können die Heilige Kommunion nicht ohne vorherige Versöhnung mit Gott empfangen. Wenn wir indirekt gegen die Gebote sündigen, ist es nur lässlich. Einige sagen, dass sie nur direkt zu Gott beichten, und dass sie keinen Priester brauchen. Das ist jedoch nicht genug. Wir haben nicht die Macht, Gott vorzuschreiben unter welchen Umständen wir mit ihr versöhnt werden können. Gott ist Gott, und wir sind seine Schöpfung, und er bestimmt alles. Das ist der Grund, warum der Mensch keine „direkte Linie“ zu Gott hat. Gott erreicht uns nicht direkt, sondern durch einen Vermittler. Der Vermittler, den Gott uns gegeben hat, ist sein eigener und ewiger Sohn, Jesus Christus, und sein Leib ist die Katholische Kirche. Deshalb müssen wir die Versöhnung durch Christus und die Kirche bekommen. Alle müssen zu den Priestern der Kirche um Vergebung zu erlangen. Beichte rettet uns von unserer Sünde. Beichte gibt uns die Kraft, nicht in größere Sünden zu fallen. Beichte macht uns demütig. Beichte hilft uns Gott und Menschen zu lieben. Gehen Sie alle zu Beichte in der Fastenzeit. Am besten wäre es, wenn Sie jeden Monat gehen würden. Erforschen Sie Ihr Gewissen und bereuen Sie Ihre Sünden. Erfreuen Sie sich in Gottes Vergebung , eine Vergebung die Er Ihnen nicht schuldet, aber die Er Ihnen gnädig und zuverlässig anbietet. Und nach der Beichte, seien Sie Apostel der Versöhnung, die an die Worte Christi zu Petrus erinnern, „Ich aber habe für dich gebetet, … und wenn du einst zurückgekehrt bist, so stärke deine Brüder.“ (Lc 22.31) ----- St. John Fisher, “Psalm 50: The Fourth Penitential Psalm,” in Exposition of the seven penitential Psalms, Ignatius Press (San Francisco: 1998), p. 129. Ibid., on Psalm 31, p. 34. Cf. Lk 22:31. St. John Fisher, “Psalm 50: The Fourth Penitential Psalm,” in Exposition of the seven penitential Psalms, Ignatius Press (San Francisco: 1998), p. 129.
|