God is Love: Pope Benedict XVI’s First Encyclical

Part 3 of 3: Das Liebestun der Kirche          

Homilie

Sonntag, 25. Februar 2006

St. Joseph Parish, Detroit

 

            Es ist sehr gut wieder in America zu sein, nach meiner Woche Exerzitien in Fatima, Portugal. Es war auch wunderbar, von der Heiligen Jungfrau erneuert zu werden, genau dort, wo zuerst der Engel von Fatima und danach Sie selbst den Kindern erschienen ist, um ihnen die Herrlichkeiten des Himmels und die Schrecken der Hölle zu offenbaren, mit einer Botschaft der Buße und Sühne für die Rettung der Seelen. In unserer heutigen Welt, wo wir oft so kompliziert sind, macht Maria alles klar: die Sünder werden in die Hölle kommen, wenn sie sich nicht bekehren, und wenn wir keine Opfer für sie bringen. Im Mai und Oktober werde ich mehr über Fatima sprechen.

            Jetzt wollen wir die Erklärungen der ersten Enzyklika von Papst Benedikt , Deus Caritas Est, fortsetzen. Der Papst sagte, „Deswegen möchte ich in meiner ersten Enzyklika von der Liebe sprechen, mit der Gott uns beschenkt und die von uns weitergegeben werden soll.“ (1) Es gibt zwei Teile in dieser Enzyklika.

            Der erste Teil spricht über die philosophische, theologische und philologische Bedeutung der Liebe, wie eros, philia und agape. Der Papst stellte fest, dass die Liebe wie eine Straße mit Verkehr in beiden Richtungen ist. Man muss erhalten, man muss geben. Auch Gott selbst muss die Liebe bekommen und geben: hier haben wir eines der großen Geheimnisse der Heiligsten Dreifaltigkeit, wo Gott nicht ewig allein ist, sondern eine ewige Gemeinschaft der Liebe. Helfen wir einander die Liebe zu empfangen dadurch dass wir einander helfen, Liebe zu erfahren.

            Wir wollen heute den zweiten Teil der Enzyklika darlegen.

            Nachdem der Papst über das Wesen der Liebe – Gott ist Liebe – nachgedacht hat, macht er sich jetzt daran, wie wir die Liebe leben sollen. Wir bekommen Liebe von Gott, und wir antworten sie Ihm; aber wir bekommen auch Liebe von Gott und den Menschen und müssen sie den Menschen zurückgeben. „So ist Liebe der Dienst, den die Kirche entfaltet, um unentwegt auch den materiellen Leiden und Nöten der Menschen zu begegnen.“ (19)

            Es gibt drei „wesentliche Sektoren“ (22)  der Katholische Kirche: „den Liebesdienst, die Caritas… zusammen mit der Verwaltung der Sakramente und der Verkündigung des Wortes.“ (Kerygma-martyria, leiturgia, und diakonia in Griechisch.) Deshalb hat der Liebesdienst einen Zusammenhang, der diesem Dienst Sinn und Möglichkeit gibt. Die Kirche hat niemals die Verkündigung oder die Ausspendung der Sakramente im Namen der Nächstenliebe geopfert und wird es niemals tun. Alles fügt sich harmonisch zusammen.

            Was möchte die Kirche also tun durch den Liebedienst? Die Dreifaltigkeit nachahmen, und ein „wirklich geistliches Amt“ (21) für die Bedürftigen erfüllen, auf eine Art, die gemeinschaftlich und organisiert ist.

            Was ist diese Liebe NICHT? Sie ist NICHT politischer Aktivismus. Der Papst sagt, „Die gerechte Ordnung der Gesellschaft und des Staates ist zentraler Auftrag der Politik.“ (28.a.) „Die Kirche kann nicht und darf nicht den politischen Kampf an sich reißen, um die möglichst gerechte Gesellschaft zu verwirklichen.“ Das ist NICHT das, was die Kirche versucht zu tun. Aber Achtung, die Kirche hat Vieles über das politische, gesellschaftliche, und ökonomische Leben zu sagen. Aber die Kirche ist Verkünderin der Botschaft des Heils, und nicht ein Mittel des gesellschaftlichen Aktivismus.

            Welche sind die wesentlichen Kennzeichen dieser Liebe? (31) Erstens, „ist christliche Liebestätigkeit zunächst einfach die Antwort auf das, was in einer konkreten Situation unmittelbar Not tut.“ Zweitens, „Das christliche Liebeshandeln muß unabhängig sein von Parteien und Ideologien.“ Drittens, „Außerdem darf praktizierte Nächstenliebe nicht Mittel für das sein, was man heute als Proselytismus bezeichnet. Die Liebe ist umsonst; sie wird nicht getan, um damit andere Ziele zu erreichen.“ Aber, damit wir niemals in die Sünde der Unterlassung fallen, andere Menschen in die Kirche zu bringen, erinnert uns der Papst, „Der Christ weiß, wann es Zeit ist, von Gott zu reden, und wann es recht ist, von ihm zu schweigen und nur einfach die Liebe reden zu lassen.“

            Am Ende betont er die Tugenden wie Demut, Gebet, Geduld und Hoffnung in unserem Liebestun.

            Deshalb lade ich alle eindringlich ein, im Namen Gottes und der Kirche, die eigene Bequemlichkeit zurückzulassen, Gott über alles zu lieben, und am Liebesdienst der Kirche teilzunehmen. Sie können das tun in so vielen verschiedenen Möglichkeiten, die wir in unserer Pfarrei und Cluster haben, zum Beispiel: die Knights of Columbus, die Legion Mariae, die St. Vincent de Paul Society, die Gruppe der Erwachsenenkatechese, the Purgatorial Society, die Jugendgruppe Trailblazers, und die Knights of St. John. Ich versuche auch andere Gruppe anzufangen, um Familien zu helfen, das Leben zu verteidigen, Gesundheitsfachleuten zu dienen, und Studenten zu evangelisieren.

            Der nächste Sonntag ist der Erste Sonntag der Fastenzeit. Ich lade alle ein, in der  Kirche den Aschermittwoch mit uns zu feiern. Der Botschaft des Papstes über die Liebe passt gut mit der Fastenzeit zusammen in den Worten der Gottesmutter in Fatima: wir müßen beten, und viele Opfer bringen für die Bekehrung der Sünder. Zeigen Sie Ihre Liebe für Sünder, indem Sie sich selbst hintanstellen, und indem Sie sich für deren Rettung opfern. Amen.