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Homilie 22. Januar, 2005, S. Josef
Die Sunde der Abtreibung
Heute vor zweiundzwanzig Jahre hat der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten die Abtreibung legalisiert. Die Frau, deren Rechte vorgeblich verteidigt wurden, ist uns bekannt als „Jane Roe,“. Ihr richtiger Name ist jedoch „Norma McCorvey“. Norma Mc Corvey, die zuerst vorgab, sie sei benutzt worden, lehnte die Abtreibung schliesslich ab, und nahm am 17. August, 1998[1] sogar den katholischen Glauben an. Was ist Abtreibung? Ist sie moralisch gut oder schlecht? Was ist meine sittliche Verantwortung bezueglich der Abtreibung? Gibt es Barmherzigkeit und Vergebung fuer jene, die eine Abtreibung vornehmen lassen? Die heutige Homilie moechte zu diesen Fragen Antworten geben. Abtreibung ist das Toeten eines ungeborenen Kindes im Schoss seiner Mutter. Seit Roe v. Wade, sind schon sechsundvierzig Millionen Kinder in den Vereinigten Staaten abgetrieben worden. Diese Zahl beinhaltet noch nicht diejenigen Abtreibungen, die durch die „Pille“ verursacht wurden. Die „Pille“ ist ein Mittel [you can’t say „Medikament“, since this is something positive used to heal), das künstliche Hormone enthaelt, um eine Schwangerschaft entweder zu vermeiden, oder abzubrechen. Die unglueckbringende Abtreibungsindustrie ruiniert Familien; sie dominiert große Teile des Pharmamarktes; sie draengt schamlos und unnachgiebig die Ärzte, die Abtreibung zu unterstuetzen; sie zerstört das emotionale, intellektuelle und sittliche Leben der Mutter und tötet Kinder. Eine uralte [katholische] Schrift, die sogenannte Didache, die im zweiten Jahrhundert verfasst wurde, sagt, „du sollst den Embryo nicht durch Abtreibung toeten und du sollst nicht den Tod eines Neugeborenen verursachen“[2] „Abtreibung stellt ein schweres Vergehen gegen das sittliche Gesetz dar.“[3] Das zweite Vatikanische Konzil sagt: „Abtreibung und Tötung eines Kindes sind verabscheuungswürdige Verbrechen.“[4] Wir Katholiken müssen uns unablaessig fuer eine Ende der Abtreibung einsetzen. Abtreibung ist ein unzulaessiger Ausweg aus einer Schwangerschaft, die durch ein verantwortungsloses sexuelles Verhalten herbeigefuehrt wurde. Es bringt dem Menschen nichts gutes. Wir müssen gegen die Abtreibung auf allen Ebenen der staatlichen Gewalt kaempfen unter dem Einsatz all unserer Kraefte. Wir müssen Widerstand leisten gegen die Abtreibung in Krankenhäusern und Abtreibungskliniken, und wo immer Abtreibungen vorgenommen werden. Wir müssen unsere Nächsten und Mitarbeiter davon ueberzeugen, dass Abtreibung ein Uebel ist. Und schliesslich müssen wir beten und Busse tun fuer ein Ende der Abtreibung in der ganzen Welt. Vor allem – ich moechte mich nun an diejenigen wenden, die eine Abtreibung vorgenommen, dazu geraten oder mitgeholfen haben – werfen sie sich in die Barmherzigkeit Gottes durch Reue und Busse, um Vergebung zu erlangen. Wenn sie die Suende fuer sich behalten, ist Ihnen nicht geholfen. Gottes Barmherzigkeit ist unendlich groesser als all unsere Suenden, deshalb bringen Sie Ihre Suende zur Beichte, und fangen Sie ein neues Leben an! Und falls Sie schon gebeichtet haben, vertrauen Sie wirklich auf der Barmherzigkeit Gottes, Ihres Vaters. Ich lade alle ein, morgen, dass heißt Montag, als einen Tag der Busse zu begehen mit Gebet und Fasten, zur Suehne fuer die großen Suenden der Abtreibung in unserem Land. Bitten wir den Herrn, uns von diesen Suenden zu retten. Amen. |